Rhythm Games – Mehr als nur der Beat! Warum wir eher von Music Games sprechen sollten

Wer sich für Gaming interessiert und in den frühen 2000ern aufgewachsen ist, der ist bestimmt schon einmal mit Guitar Hero und Rock Band in Kontakt gekommen. Bei diesen Spielen wird in der Regel von Rhythm Games gesprochen. Doch ich finde, dass diese Bezeichnung unpassend ist und wir eher von music games sprechen sollten. Warum mir das so geht, erfahrt Ihr in diesem Artikel. Außerdem möchte ich euch drei Kategorien vorstellen, wie music games eingeordnet werden können – denn wie so oft ist es komplexer als vielleicht anfangs gedacht.



Games wie Guitar Hero und Rock Band haben meine Teenager-Zeit stark geprägt. Es fühlt sich fast wie gestern an, als ich meinen besten Freund zum Spielen besucht habe und er mir dieses ominöse Guitar Hero 3 gezeigt hat, das er sich neulich gekauft hatte. Hätte ich gewusst, wie prägend die Auseinandersetzung mit diesem Spiel werden würde, ich wäre ihm wahrscheinlich lachend in die Arme gefallen.

Mit Music Games Musik entdecken

Guitar Hero 3 hat mich vielleicht wie kein anderes Game beeinflusst! Diese kleine Plastikgitarre in die Hand zu nehmen und zu versuchen, mehr schlecht als recht die bunten Punkte auf dem Bildschirm zu treffen, stellt sich im Nachhinein als Lebensereignis heraus, bei dem ich mich frage, was für ein Mensch ich wäre, wenn ich diese Chance nie bekommen hätte. Während ich ganz am Anfang dachte, dass das Spielen einer Gitarre genau so funktionieren müsse (ja, ich hatte wirklich absolut keine Ahnung von Musik), stellte ich einige Jahre später fest, dass es doch etwas komplizierter ist. Denn was mit der Plastikgitarre begann, sollte sich bald mit einer echten Gitarre fortsetzen. Dank Guitar Hero – und später auch Rock Band – habe ich meine Begeisterung für die Gitarre entdeckt, die sich bis heute fortsetzt. Aber nicht nur das. Was sich für mich zu Beginn als undefinierbares, lautes Geschrei und Gegröle angehört hatte, wurde nach und nach zu etwas coolem, einer Musik voller Energie. Und so habe ich auch diesen Games zu verdanken, dass ich Punk, Rock und Metal für mich entdeckt habe! 

In Guitar Hero müssen wir mit fünf Knöpfen Songs meistern. Was einfach klingt, wird schnell sehr herausfordernd

Die Glanzzeiten dieser Games sind leider schon seit einer ganzen Weile vorbei, aber die Faszination hat mich nie losgelassen. Und so ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, dass ich mich auch in meinem Studium mit dem Thema beschäftigt und sogar meine Bachelorarbeit über die Möglichkeiten dieser Games geschrieben habe. Dabei ging es genau um die Sachen, die ich eben beschrieben habe. Inwiefern Music Games unser Interesse für Musik bzw. für bestimmte Musikgenre wecken können. Während ich damals auf Literaturrecherche ging, ist mir eine Sache schnell aufgefallen. In der Literatur wurde immer von “Rhythm Games” gesprochen. Das hat mich stutzig gemacht, denn für mich bestanden diese Games aus viel mehr als nur Rhythmus. In diesem Artikel möchte ich euch erklären, warum ich den Begriff Rhythm Games für unpassend halte und ich viel lieber von music games spreche. Dabei möchte ich euch drei Kategorien vorstellen, die ich damals entwickelt habe und in die sich Music Games meiner Meinung nach gut einordnen lassen. Doch bevor wir dazu kommen schauen wir uns doch erst noch einmal an, was music games überhaupt sind.

Der Fehler mit Rhythm Games – Oder: Was ein Music Game ausmacht

Das zentrale Element von Music Games ist natürlich die Musik! Die Musik dient aber hier nicht nur als Baustein im Hintergrund, um Emotionen zu erzeugen oder eine Welt glaubhaft erscheinen zu lassen, die Musik ist das zentrale Thema, um das sich alles dreht. Stellen wir sie ab, verliert das Game seinen Sinn, im schlimmsten Fall funktioniert es gar nicht mehr. Ein gutes Beispiel hierfür ist das chillige Music Game Melatonin, in dem wir zu entspannten Beats bestimmte Muster erkennen müssen und im richtigen Timing eine Taste drücken müssen. Da es außer den Beats so gut wie keine anderen Indikatoren gibt, fällt das Ensemble ohne Musik komplett in sich zusammen. Games wie Guitar Hero lassen sich zwar theoretisch auch ohne Musik spielen, weil sie auch visuelle Indikatoren besitzen. Wir sehen die verschiedenfarbigen Punkte auf dem Bildschirm und müssen im richtigen Moment die richtige Taste drücken. Aber ohne Musik wird das Game zumindest wesentlich schwieriger.

Und wo wir gerade bei Punkten in verschiedenen Farben sind, hier liegt eines der zentralen Aspekte, warum Music Games für mich mehr als nur Rhythm Games sind. Die Games besitzen in der Regel eine Notation! Genau wie Noten auf einem Notenblatt dienen sie als Anleitung. Sie erklären uns, wann wir was wie lange tun müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das jetzt bunte Punkte sind, oder auftauchende Kreise, oder Blöcke mit Pfeilen, sie bilden das Gerüst für unsere Performance. Unser Rhythmusgefühl kann also noch so gut sein, wenn wir die Notation nicht lesen können, dann werden wir den Song nicht schaffen.

Sound Voltex zählt mit zu den Königen der Music Games und kann häufig in Arcades gefunden werden

Das gilt jetzt natürlich nicht für alle Music Games. Gaming bietet viel Raum für Kreativität und es gibt natürlich Spiele, die wesentlich experimenteller an die Sache rangehen. Das vorhin erwähnte Melatonin ist hierfür ja schon ein gutes Beispiel. Diese Games sind aber eher als Ausnahme zu betrachten, ähnlich wie es in der schaffenden Musik auch Experimente gibt, ohne Notation reproduzierbare Musik zu erzeugen (vor allem in der musique concrete).

Jetzt lassen sich Music Games aber nicht alle gleich bewerten, denn dafür sind sie in  der Regel viel zu unterschiedlich. Musik wird in viele unterschiedliche Spielkonzepte eingebunden und es wäre unfair, Music Games alle nach den gleichen Kriterien zu bewerten. Manchmal benötige ich eine echte Gitarre zum spielen, manchmal reicht Maus und Tastatur. Das hat natürlich auch einen Einfluss auf die Anforderungen, die an mich als spielende Person gestellt werden. In Muse Dash setzte ich die Notation aktiv um, indem ich “nur” Tasten auf meiner Tastatur drücke. Will ich die Drums in Rock Band spielen, brauche ich schon eine gewisse Hand-Fuß-Koordination, damit ich das schaffe. In Rocksmith muss ich den Aufbau meiner Gitarre verstehen und Akkorde kennen, um erfolgreich zu sein. Die Beispiele zeigen, wie vielfältig und komplex dieses Genre ist. Deswegen ist es unmöglich, diese Spiele nach den gleichen Kriterien zu bewerten. Für mich lassen sich Music Games daher in insgesamt drei Kategorien unterteilen, die ich euch im Folgenden vorstellen möchte.

Drei Kategorien von Music Games

Die Einteilung, die ich hier vornehme, orientiert sich grob daran, wie nah das Game an der Erzeugung “realer” Musik ist. Das ist in keinster Weise wertend gemeint, jede Kategorie bringt ihre eigenen Stärken und Schwächen, Vorteile und Nachteile mit sich. Aber je nachdem, um was für ein Music Game es sich handelt, ändern sich die Anforderungen. Das kann schon ganz stumpf bei der Ausstattung anfangen: Brauche ich nur eine Maus oder brauche ich einen speziellen Controller, der extra für das Game gemacht ist? Brauche ich vielleicht sogar ein echtes Instrument? Aber auch die Anforderungen an mich und meine Fähigkeiten sind anders. Was für Mechaniken gibt es und was genau fordern sie von mir? Brauche ich eine gute Hand-Fuß-Koordination oder brauche ich vor allem flinke Finger? Muss ich in der Lage sein, eine bestimmte Notation lesen zu können? Aus all den Überlegungen entstehen für mich drei Kategorien, in die sich Music Games einteilen lassen.

Instrumentale Music Games

Diese Art von Music Games kommen dem Spielen eines echten Instruments am nächsten, beziehungsweise sie haben zum Ziel, das Spielen auf einem echten Instrument zu ermöglichen. Das setzt voraus, dass wir ein solches Instrument besitzen, das wir dann mit dem Spiel verbinden können. Da diese Games die höchste Einstiegshürde haben (vor allem finanziell), ist diese Gruppe auch insgesamt am kleinsten.

Das prominenteste Game in dieser Kategorie ist wahrscheinlich Rocksmith. Hier verbindet Ihr eure E-Gitarre per Adapter und benutzt sie dann, um das Spiel zu spielen. Das “Spielfeld” bildet den Hals eurer Gitarre ab und wie bei einer echten Gitarrennotation seht ihr dann die “Tabs”. Diese bestehen aus den sechs Saiten, auf denen per Zahl der Bund angezeigt wird, auf dem Ihr den Ton erzeugen sollt. Ähnlich wie bei Guitar Hero bekommen die Saiten hier jeweils eine Farbe, um es ein wenig übersichtlicher zu machen. Rocksmith möchte euch nach eigenen Angaben das Spielen einer echten Gitarre beibringen und daher ist auch alles auf diesen Aspekt hin ausgerichtet. Es gibt keine Story, keine Hintergrundvideos oder Zwischensequenzen. Dafür gibt es jede Menge Minigames, die euch die Funktionsweise der Gitarre näherbringen, von einzelnen Akkorden bis hin zu Tonleitern. Je besser Ihr spielt, desto mehr Noten müssen angeschlagen werden, so lange, bis ihr irgendwann den kompletten Song beherrscht. 

In Rocksmith spielt Ihr mit einer echten Gitarre!

Das Besondere an Rocksmith ist, dass sich die gelernte Notation auch außerhalb der Spielwelt anwenden lässt. Schaltet Ihr das Spiel aus, könnt Ihr den Song weiterhin eins-zu-eins wiedergeben, sie lässt sich also direkt in die reale Welt übertragen. Diese Spiele verfolgen somit einen “gamifizierten” Lernansatz, der vor allem pädagogisch ausgelegt ist. Diese Music Games verfolgen somit ein anderes Ziel als die Spiele in den anderen Kategorien. Spaß spielt zwar auch hier eine große Rolle, aber vor allem geht es um das Lernen eines Instruments.

Imitierende Music Games

Imitierende Music Games lassen euch zwar kein echtes Instrument spielen, sie vermitteln euch aber das Gefühl, als würdet ihr gerade wie Jimi Hendrix persönlich auf einer brennenden Gitarre das krasseste Solo hinlegen. Diese Art von Music Games sind quasi der Kompromiss zwischen den instrumentalen und den losgelösten Music Games, zu denen wir gleich noch kommen werden.

Zu den bekanntesten Vertretern dieser Kategorie gehören wahrscheinlich Guitar Hero und Rock Band. Ziel ist es, auf dem Bildschirm die Notation nachzuspielen, die anhand von verschiedenen Farben angezeigt wird. Gespielt wird aber nicht mit echten Instrumenten, sondern mit Imitaten aus Plastik. Hier zeigt sich, dass es zwar nicht mehr darum geht, einen Song realistisch nachzuspielen, aber das Gefühl soll beibehalten werden. Sonst wäre es ja nicht notwendig, Controller in Form von Instrumenten anzubieten. Wie nah das Ergebnis an der realen Version ist, hängt ein bisschen vom Instrument ab, das imitiert werden soll. Bei der Gitarre orientiert sich vor allem die Haltung der Hände stark an seinem realen Vorbild, die Saiten werden aber durch insgesamt 5 bunte Knöpfe ersetzt. Beim Schlagzeug wird es mit der Hand-Fuß-Koordination schon konkreter, die erzeugten Beats lassen sich theoretisch auf einem echten Schlagzeug reproduzieren, sind häufig aber noch vereinfacht. Der Gesang ist dann schon gar nicht mehr weit weg von der echten Version, hier kommt es vor allem auf die Tonhöhen an.

In Rock Band 2 gibt es verschiedene Instrumente zur Auswahl: Gitarre, Bass, Schlagzeug & Gesang. Wie stark die Imitation ist, hängt vom Instrument ab

Es geht bei den imitierenden Music Games also nicht darum, tatsächlich einen Song real zu lernen. Stattdessen steht die Performance im Vordergrund, es soll das Gefühl erzeugt werden, als würde man den Song live spielen. Das wird zum Beispiel daran deutlich, dass die Gitarrenspur bei einem verpassten Ton aussetzt oder einen störenden Ton erzeugt. Es geht um Immersion, die eigene Fantasie soll angeregt werden. Wie wäre es wohl, gerade selbst live auf einer Bühne zu stehen? Wir reißen unsere Gitarre hoch, um unseren extra Punktemultiplikator zu aktivieren. Wir bekommen die Möglichkeit, unser eigenes Drumfill zu improvisieren, bevor wir den Punktemultiplikator auf dem Schlagzeug starten. Wir müssen das alles nicht tun, wir können die Aktivierung auch einfach mit Hilfe eines Tastendrucks aktivieren, aber die Spiele möchten uns dazu einladen.

Es ist wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass diese Art von Music Games zu ihrer Zeit sehr erfolgreich waren. Jede Person, die sich für Musik interessiert, hat sich wahrscheinlich schon einmal gefragt, wie es wohl wäre, auf einer Bühne vor Publikum zu stehen. Und diese Games bieten die Möglichkeit, diese Phantasie auszuleben, ohne den durchaus langwierigen Prozess, ein echtes Instrument lernen zu müssen.

Doch mittlerweile ist es ruhiger geworden um dieses Genre. Activision, die Rechteinhaber von Guitar Hero, haben mit Call of Duty ihre Cashcow gefunden. Harmonix, die Macher von Rock Band, sind aber noch in diesem Bereich aktiv. Neben Rock Band 4 haben sie mit neuen Konzepten gearbeitet, darunter zum Beispiel dem DJ Spiel Fuser, in dem sich durchaus coole Sets erzeugen lassen. Doch seit der Übernahme durch Epic rückt auch hier der Fokus mehr in Richtung Fortnite. Und so ist es wenig überraschend, dass das Kapitel Rock Band jetzt beendet wurde. Ein weiterer Faktor dürften die Kosten sein. Zwar kosten die Imitate bei weitem nicht so viel wie ein echtes Instrument, aber günstig sind sie dann auch nicht. Ähnlich wie bei den instrumentalen Music Games spielen die Kosten für das Zubehör eine große Rolle. Hier kann dann unsere nächste Kategorie ihren großen Trumpf ausspielen, die losgelösten Music Games.

Losgelöste Music Games

Die Einstiegshürden für losgelöste Music Games sind von allen Kategorien am geringsten. In der Regel benötigt man nichts weiter als Maus und Tastatur bzw. einen normalen Controller. Spiele in dieser Kategorie, wie Osu!, Beat Saber, Muse Dash und Melatonin sind nicht an ein Instrument gebunden und sie sind auch losgelöst von jeglicher Art der Imitation. Dadurch sind diese Games nicht an bestimmte Konventionen oder Genre gebunden, sie können fast jede Art von Musik nutzen. Durch diese Flexibilität können sie viele Leute mit ganz unterschiedlichen Interessen ansprechen. Die allgemeine Bezeichnung von “Rhythm Games” passt bei dieser Kategorie am ehesten, da sie sich in der Regel ausschließlich auf den Rhythmus konzentriert.

Durch die geringe Einstiegshürde und die Möglichkeit, quasi jedes Genre bedienen zu können, ist das Angebot von losgelösten Music Games auch insgesamt am größten. Der Produktionsaufwand ist in der Regel überschaubar und ermöglicht es vergleichsweise einfach, diese Spiele zu erstellen. Häufig werden auch Map-Editoren angeboten, wodurch die Community selbstständig Level erstellen kann. Durch die insgesamt geringen Limitationen kann es zu einem durchgehenden Nachschub an Maps kommen.

In Osu! müssen wir mit Maus (bzw. Pad) und Tastatur einem Muster zu ganz unterschiedlicher Musik folgen. Klingt leicht, kann aber sehr fordernd werden

In ihrer Umsetzung sind losgelöste Music Games sehr frei und müssen sich nicht an imitierende Bewegungen oder sinnhafte Abläufe in den Maps halten. Dadurch finden sich ganz unterschiedliche Konzepte in diesen Spielen wieder. In Osu! müssen wir zum Beispiel auftauchende Punkte im richtigen Moment berühren, Linien folgen oder einen Kreis drehen. In Beat Saber zerschneiden wir mit unserer Hand in VR im richtigen Moment Blöcke nach bestimmten Vorgaben. In Melatonin drücken wir in der Regel nur eine Taste, dafür aber nur anhand des Rhythmus, ohne direkte Anzeigen. Losgelöste Music Games können in ihrem Gameplay also kreativer sein als ihre Genre-Kollegen in den anderen beiden Kategorien.

In Melatonin müssen wir zwar nur eine Taste drücken, dafür aber ohne jegliche Anzeigen. Wir müssen uns vom Rhythmus leiten lassen

Es ist somit nicht überraschend, dass sich die losgelösten Music Games großer Beliebtheit erfreuen und von allen Kategorien auch am stärksten vertreten sind. Die Einstiegshürden sind niedrig, die Songs vielfältig, das Gameplay in der Regel simpel. Häufig kann man auch mal spontan ein, zwei Maps spielen, ohne irgendwelche Controller oder Instrumente vorbereiten zu müssen. Aber der Bezug zur eigentlichen Musik ist hier am geringsten. Das Gameplay steht meistens im Vordergrund. Es geht eher darum, das Level zu schaffen und nicht darum, ein immersiv musikalisches Erlebnis zu haben.

Es lebe die Musik!

Die Ausführungen zeigen, dass das Genre der Music Games komplexer ist, als es vielleicht zunächst scheint und das die Bezeichnung als “Rhythm Games” zu kurz greift. Wenn ich Rocksmith spiele, dann habe ich ein komplett anderes Spielerlebnis, als wenn ich Guitar Hero spiele. Und da habe ich wieder eine ganz andere Erfahrung als wenn ich Osu! spiele. Die Kategorien fokussieren sich auf völlig unterschiedliche Dinge.

Instrumentale Music Games folgen einem pädagogischen Konzept, hier ist die Idee, spielend ein echtes Instrument zu lernen. Imitierende Music Games stellen vor allem die Performance in den Vordergrund. Es geht nicht darum, ein echtes Instrument zu lernen, aber es soll das Gefühl vermittelt und die eigene Phantasie angeregt werden. Und losgelöste Music Games stellen vor allem das Gameplay in den Mittelpunkt, indem sie sich von jeglicher Art der instrumentalen Konnotation trennen und dadurch freier in der Wahl der Songs und kreativen Umsetzung der Level sind.

Was alle drei Kategorien aber eint, ist die Freude an Musik! So können Music Games Menschen für Musik begeistern, ihnen neue Genre näher bringen und ihr Interesse für Musik fördern. Darin liegt für mich die Schönheit in diesem Genre. Ohne Rocksmith, Guitar Hero, Osu! und mehr würde Musik in meinem Leben wahrscheinlich bei weitem nicht so eine große Rolle spielen, wie sie es jetzt tut. Und das wäre für mich doch ein großer Verlust gewesen.


Wayne Achten

Neben meinem Studium schreibe ich in meiner Freizeit auf diesem Blog über alle möglichen Themen aus der Gaming-Welt. Neben dem Gaming interessiere ich mich auch sehr für Anime & Manga. Liebelingsgenre: Horror, RTS, Music Games, Adventure

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